Sternenpark Altmark
Der AltmarkMacher e. V. treibt seit Ende 2023 die Entwicklung eines „Sternenparks Altmark“ voran. Ziel der Initiative ist es, die besondere Qualität des dunklen Nachthimmels in der Region zu bewahren und gleichzeitig als Grundlage für nachhaltige Regionalentwicklung und naturbezogenen Tourismus zu nutzen.
Im Mittelpunkt steht der Schutz vor Lichtverschmutzung – der zunehmenden Aufhellung des Nachthimmels durch künstliches Licht, das Auswirkungen auf Umwelt, Tierwelt und Gesundheit hat. Die Altmark bietet mit ihrer geringen Lichtverschmutzung, weiten Landschaften und der guten Sichtbarkeit der Milchstraße ideale Voraussetzungen und verfügt damit über ein starkes regionales Alleinstellungsmerkmal.
Langfristiges Ziel ist die Zertifizierung der Altmark als Sternenpark in Kooperation mit DarkSky International sowie angrenzenden Schutzgebieten wie dem Naturpark Wendland.Elbe, dem Biosphärenreservat Drömling, der Flusslandschaft Elbe und dem Natur- und Sternenpark Westhavelland. Perspektivisch entsteht so die Vision eines überregional vernetzten Sternenpark-Großraums in Deutschland. Auch der ART widmet sich diesem Thema, nimmt an den Beratungen teil und bildet aktuell bereits Sternenpunkte auf dem Altmarkportal ab.
Sternenallianz Altmark nimmt Strukturarbeit auf
Am 9. April 2026 kamen rund 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Tourismus, Naturschutz und Zivilgesellschaft zusammen, um die Weiterentwicklung der „Sternenallianz Altmark“ zu beraten. Bereits ein Jahr zuvor hatte ein erstes Treffen im Haus der Flüsse stattgefunden. Der aktuelle Austausch konkretisierte die Zusammenarbeit nun deutlich.
Als zentrale Ergebnisse wurden eine breite regionale Unterstützung für das Vorhaben sowie ein gemeinsames Verständnis der drei Wirkbereiche festgehalten: Tourismus und regionale Wertschöpfung, Natur- und Biodiversitätsschutz sowie Gesundheit und bewusster Umgang mit künstlichem Licht. Gleichzeitig wurde das hohe Potenzial der Altmark aufgrund ihres außergewöhnlich dunklen Nachthimmels hervorgehoben.
Deutlich wurde zudem, dass ehrenamtliche Strukturen allein nicht ausreichen, um den Prozess langfristig zu tragen. Für Koordination, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Fördermittelmanagement werden daher mindestens ein bis zwei hauptamtliche Projektstellen als notwendig angesehen.
Erste Sternenpunkte zeigen praktische Umsetzung
Bereits heute wird die Idee des Sternenparks in der Region konkret erlebbar. Am Landhof Neulingen finden Sternenbeobachtungen, Vorträge und Bildungsangebote statt. In Bömenzien entsteht ein Aussichtspunkt am Grünen Band mit geplanten Informations- und Beobachtungsangeboten. In Rengerslage werden Fragen der nächtlichen Beleuchtung diskutiert und Ansätze zur Reduzierung von Lichtemissionen entwickelt.
Auch das „Haus der Flüsse“ unterstreicht mit rund 16.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich das große Interesse an Natur, Nacht und Sternenhimmel.
Rückblick und nächste Schritte
Am 30. April 2026 fand auf dem Landhof Neulingen ein weiteres offenes Treffen der Sternenallianz Altmark statt. Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung der regionalen Zusammenarbeit sowie die Frage, wie tragfähige Strukturen – analog zu erfolgreichen Modellen aus anderen Regionen – aufgebaut und langfristig finanziert werden können. Ziel ist es, die Umsetzung des Sternenpark-Prozesses nachhaltig zu sichern und die Zusammenarbeit in der Region weiter zu stärken.
