Brief von Stans Möhringer, Besuch im Mai 2020

Lieber Volkmar,


Du batest mich darum, ein wenig über unseren Urlaub im Norden Sachsen-Anhalts zu erzählen, aber Deine Hörprobleme verhinderten das leider. Sogar, wenn ich persönlich bei Dir mit einem gemütlichen Glas Wein säße, gäbe es diese Schwierigkeit. Also habe ich beschlossen, Dir einen Bericht zu schreiben. Da ich dazu neige, ein wenig auszuufern, hoffe ich nicht, dass er Dir zu lang ist. Jedenfalls aber: viel Spaß beim Lesen!


Die Altmark in Sachsen-Anhalt hat Franz und mich ziemlich verzaubert. Schon allein der Gegensatz von Nord und Süd dieses Bundeslandes ist schon beeindruckend. Im Süden ziemlich welliges Mittelgebirge mit vielen, wie eine Perlenschnur aufgereihten interessanten und lebendigen Städten, im Norden eine fast völlig flache Ebene, die Altmark, die nur dünn besiedelt ist. Es ist, also ob dort die Zeit der Romanik fast stillgestanden, die Geschichte danach an dieser Gegend vorbeigerauscht ist. Ich fantasiere, ob das eventuell an den recht sandigen Böden liegt, die seit Jahrhunderten vom Landadel beherrscht wurde. Das prägt ja die Seele einer Bevölkerung und mag eventuell eine Erklärung dafür sein, dass es dort kaum Industrie und damit auch nur wenige Arbeitsplätze gibt. Das liegt gewiss nicht an der Wende, denn wir sahen nirgends stillgelegte, verfallene Fabriken wie wir das in Brandenburg und Sachsen so oft entdeckten. Nur die LPG’s waren noch da, z.T. verfallen, z.T. von einer Kooperation von Landwirten bewirtschaftet.


Die alte Geschichte vergegenwärtigte sich ebenfalls in teilweise verfallenen Villen ehemaliger Gutsherrn, aber auch in solchen, die inzwischen wieder von diesem Adel restauriert worden sind. Überall begegnete uns Namen berühmter Familien, die ihren Stammsitz hier haben. Von Bismarck ist eine davon. Gleich drei Orte, wo wir waren,  erzählen von der Familie und in zwei Schlössern sind sie wieder eingezogen. Alle drei Villen sind von prächtigen, gepflegten Parkanlagen umgeben.


Wir logierten übrigens auch auf einem Gutshof und Rittergut, der seit dem 13. Jahrhundert mit teilweise langen Unterbrechungen von einer Familie von und zu Lüderitz (das ist der Name des benachbarten Ortes) bis Kriegsende bewohnt wurde. Diese Familie war in Preußen und sogar im Dritten Reich sehr angesehen (es wurde ein Kriegsschiff nach der Familie benannt). Sie bekleideten hohe Ränge in der Armee und einer von ihnen war maßgeblich beteiligt mit der Gründung der deutschen SW-Kolonie in Afrika. 1907 kauften sie das Gut zum zweiten Mal zurück und richteten es gut her. Die Großeltern mütterlicherseits unseres Vermieters hatten sechs Kinder, die nach dem Krieg mit einem Kindermädchen nach Ostfriesland geschickt wurden, während die Oma alleine zurückblieb. Die Russen zwangen sie allerdings dann auch, das Gut und die russische Besatzungszone zu verlassen.  Die älteste Tochter lernte, einen von Kobe (von Koppenfels) kennen und heiratete somit standesgemäß. Ihr ältester Sohn Eberhard, unser Vermieter, kaufte das Anwesen 1990 wieder zurück, seine Mutter kam in das Haus ihrer Jugend wieder. Es war in einem ziemlich schlechten Zustand. Während der DDR-Zeit war eine LPG auf dem Gutshof untergebracht, wobei man die Gebäude nicht sonderlich instandhielt. Die Dächer waren (und teilweise sind) höchst reparaturbedürftig, aber inzwischen hat der Herr Kobe vieles liebevoll repariert. Er kaufte nur einige Wiesen zurück, verdient Geld mit Jagdkursen und inzwischen mit Unterbringungsmöglichkeiten für Touristen. Alle Zimmer sind antik eingerichtet: Adel verpflichtet. Sowohl Herr Kobe (er lässt seine Zugehörigkeit zum alten Adel nicht ein bisschen durchschimmern) als auch seine Mutter waren sehr nett und zuvorkommend zu uns, wir waren sogar bei der Mutter mal zum Tee trinken. Sie verdient noch heute mit ihren 81 Jahren recht gut mit dem Bemalen von Porzellan und Fliesen mit Naturmotiven: echte Klasse!! Du wärst begeistert!


Die Dörfer sind meistens recht klein. Im 19. Jahrhundert muss es einen landwirtschaftlichen Aufschwung gegeben haben, weil man damals viele wunderschöne und stattliche Vierseithöfe baute, die oft heute noch gepflegt und benutzt wirken. Die Dörfer haben immer noch ihre manchmal erstaunlich gut erhaltene und beeindruckende romanische Kirchen, die von Wohlfahrt im Mittelalter erzählen. Ihre Mauern sind meist neben den normalen Fenstern geschmückt mit glaslosen, zugemauerten ‚Fenstern‘, die innerhalb der Laibung weiß angestrichen sind – ein Stil, den man auch im 19. Jhdt. kopierte. Schaut echt schön aus!


Manche Siedlungen wirken slawisch, andere fränkisch, nochmal andere niedersächsisch. Dadurch fühlte ich mich immer wieder an Tschechien, am nördlichen Franken und – vor allem landschaftlich – an Overijssel erinnert. So ist diese Gegend Zeuge von den langen Kämpfen zwischen den dort siedelnden Slawen und die erobernden Niedersachsen. Das Franken, wo ich wohne, war auch Schauplatz davon, aber abgesehen von den geographischen Namen ist eigentlich außer der Burgenlinie entlang der früheren Grenze und die Rennwege zwischen ihnen nichts mehr davon zu merken, vielleicht, weil hier die Geschichte weiter wirkte?


Interessant ist, dass es so viele meist romanische oder frühgotische Dome in Sachsen-Anhalt, also auch in der Altmark gibt. Die damaligen Bischöfe wechselten häufig ihren Sitz und mussten also am neuen Ort einen repräsentativen Dom bauen. Wir sahen gleich fünf auf engstem Raum davon, die eine schöner als die andere.  Sie sind nicht gar so hoch wie die prunkenden Sandsteinkirchen, jedoch ist es ein Augenschmaus zu sehen, mit wie viel Phantasie, Liebe und Genauigkeit die damaligen Bauleuten die  Backsteine in verschiedenen Mustern setzten. In den Niederlanden gibt es wahrhaftig viele große solcher Bauwerke, jedoch sind die nicht so schön gemustert, sondern eher nüchtern.


Die Einrichtungen sind karg, da merkt man die Reformation sehr viel deutlicher als in Bayern. Das ist aber nicht störend, im Gegenteil: Die Innenräume, oft weiß–blau oder weiß- Backstein gestrichen, wirken sehr sammelnd (so wie Moscheen), ja, sie laden einen ein, ganz still zu werden, das hat mich oft tief berührt. – Glücklicherweise hat man nach der Wende viele Kirchen neu gedeckt: Ein eventueller Verfall wird damit Einhalt geboten. Die meisten Kirchen werden immer noch religiös genutzt, aber von winzigen Gemeinden. Die haben sicherlich nicht das Geld, um diese romanischen Kunstwerke zu erhalten. Einige Kirchen werden eher für Konzerte und Ausstellungen benutzt. – Leider waren viele Gotteshäuser zu, natürlich wegen Corona, aber wohl auch, weil das in der evangelischen Kirche noch nicht überall üblich ist, und wenn, dann muss man ja Leute für Kirchenwachen finden.


Die kleinen Hansestädte haben viel – quadratisches – Fachwerk. Die Häuser sind oft nur klein. Die Pracht der Kirchen setzt sich da nicht so fort. Das dürfte an den vielen Zerstörungen durch Blitzeinschlag und Kriegsereignissen liegen. Man kann es gar nicht fassen, dass diese heute ziemlich leere und friedliche Landschaft einst so viel Begehrlichkeit fremder Mächten aufweckte.  Aber wie erwähnt, es gab hier eine extreme Dichte von Hansestädten…


Die Rathäuser sind gewöhnlich durchaus beeindruckend und schmücken sich überall stolz mit der Rolandfigur, um anzuzeigen, dass die Stadt (ehemals) frei sei und eigene Handelsgesetze habe. Einige Städtchen haben noch ein oder zwei uralte Tore, vom Stil her an das Schleswig-Holstein-Tor in Lübeck erinnernd.


In Tangermünde war es allerdings ein wenig anders. Die Stadt liegt ca. 30 Meter über den Elbauen und der Tangermündung. Sie schützte sich vor allem gegen die extremen Hochwässer mit einer auch heute gut funktionierenden hohen, breiten und beeindruckenden, rötlichen Mauer mit einigen schmalen Toren, hinter denen es sofort steil in die Stadt aufsteigt (ich konnte es mit Mühe schaffen!). Natürlich hatte sie wegen ihrer strategischen Lage an der Elbe eine große Burg, von denen noch einige sehr prächtige Teile erhalten sind. Es stehen nämlich noch einige Türme, ein stattliches Wirtschaftshaus und der Hof. Von dort hat man eine traumhafte Sich auf die Elbe, die hier an dieser Seite nur eine sehr schmale Aue hat.
Übrigens, im reizenden, stillen und hoch über der Elbe gelegenen Arneburg, ca. 40 km nördlich von Tangermünde, stand auch eine Burg, die damals strategisch sehr wichtig im Kampf gegen die Slawen war. Diese wurde stark im Dreißigjährigen Krieg arg beschädigt und von den Franzosen unter Napoleon dann endgültig fast gänzlich geschliffen.  Von dort gibt es auch ein tolles Panorama auf die Elbewasserlandschaft.


Ach ja, die Elbe! Ich kenne sie dort, wo sie munter unterhalb der Schneekoppe hinunter hüpft, schon ganz breit durch das Prager Becken fließt. In Dresden sah ich sie schon als einen sehr breiten Strom, eingefasst von höheren Hügelzügen. Hier in der Altmark sieht sie aus wie die Ijssel bei Zwolle: Schnell fließt sie durch ziemlich unberührte Wiesen, die innerhalb der Sommerdeichen liegen. Die Winterdeiche liegen noch weiter landeinwärts. Wie breit dieses Überschwemmungsgebiet ist! Das kenne ich nicht mal vom Rhein oder von der Maas! Der Fluss scheint gefährlich zu sein. Sie pflegte des öfteren bei Überschwemmungen einen breiten Arm nach Osten um eine hügelige Landschaft herum abzuzweigen, um dann in die Havel zu münden. Das gab in den betroffenen Dörfern und in Havelberg dann immer eine  Katastrophe.


Jetzt aber war Niedrigwasser. So fuhren keine Handels- und Kreuzschiffe mehr und die Elbe machte einen sehr friedlichen, harmlosen Eindruck. Ein Blick auf die Karte erzählte uns, dass es schon hier kaum mehr Brücken über sie gibt, denn sie müssten sich sehr weit spannen. Also gibt es ziemlich viele Fähren, die auch ständig in Anspruch genommen werden. Einige von ihnen sind Gierfähren. Das heißt, es ist ca. 100 m. vom Schiff entfernt stromaufwärts in den Flußboden ein Stahlseil verankert mit Schwimmkörpern (damit das Hindernis für die vorbeifahrenden Schiffe sichtbar ist) bis zum Boot ausgerüstet und mit dem Schiff verbunden. So braucht das Schiff keinen Motor und der Berufsschiffverkehr kann nach Absprache mit dem Fährmann links oder rechts an der Fähre vorbei fahren. Der Preis für die Überfahrt ist recht hoch, aber für viele würde der Weg zur nächsten Brücke locker 80 Km. mehr Weg bedeuten, es lohnt sich also. – Ich mag Fähre fahren, habe unsere fünf Fahrten also mit all meinen Sinnen genossen!
Aber zurück zu Tangermünde! Es ist ein quicklebendiges Städtchen, sehr gemütlich mit vielen kleinen Lädchen und mit Tourismus. Von Einwohnern der umliegenden Dörfer ernteten wir gewöhnlich fast schon ein verklärtes Lächeln, wenn sie über diesen Ort sprachen. Erst verstanden wir das nicht so recht, aber nach der Besichtigung vieler altmärkischen Hansestädtchen konnte ich das wirklich verstehen! Tangermündes Rathaus ist besonders bemerkenswert: Ich weiß nicht, wie so ein Giebel an einem stattlichen gotischen Haus heißt, aber auf der Schauseite erhebt sich eine ca. 30 cm dicke, meterhohe Backsteinwand, geschmückt mit treppenartigen Zinnen und offenen Rosetten in mehreren Stockwerken, weiß eingefasst. Das Ganze wirkt von Ferne wie eine kunstvoll gehäkelte Gardine, weil man ja zum Himmel durchgucken kann! Toll!


In dieser Kleinstadt (ca. 20.000 Einwohner) gab es viele kleine Einkehrmöglichkeiten; ich denke noch gerne an mein leckeres, echt-italienisches Essen und an die knusprige Waffel mit heißen Kirschen.  Solchen Köstlichkeiten begegneten wir in den anderen Städtchen nicht, aber es gab überall gutes Essen, man musste nur länger nach einer Gelegenheit suchen.


Das war in der Hauptstadt freilich anders. Magdeburg! Eine ziemlich moderne, geräumige Stadt mit breiten Straßen. Wir beschränkten uns radelnd auf das Zentrum um den Dom herum und auf die Altstadt.  Das sind zwei Stadtviertel, wie das ja auch in Augsburg zu beobachten ist, nur dass dort kein Mensch die als zwei Altstädte bezeichnen würde.


Der Dom erhebt sich an einem sehr großen, ehemaligen Klosterplatz, der noch von einigen wieder aufgebauten Palästen (in einem residiert das Landesparlament) aus der Renaissancezeit umkränzt wird. Der Dom ist wirklich sehr majestätisch und ich glaube gerne den Erzählungen, dass dieser Dom das größte Gotteshaus und auch die erste komplette gotische Kirche Deutschlands sei. Sie wurde an der Stelle des in einem Stadtbrand 1207 abgebrannten romanischen Dom, von Kaiser Otto dem Großen errichtet, neu gebaut. 1520 war man damit erst fertig!


Stolz steht er da, ganz aus grauem Sandstein, der in der dortigen Gegend damals sehr kostbar war.  Wir sind durch Regensburg und Köln an zwei schlanken, hohen Turmhauben gewohnt, aber diese haben „nur“ eine gedrungene Spitze, denen man deutlich ansieht, dass sie schon immer so geplant waren.  Volkmar, es lohnt sich, die ganze Anlage in einem Video im Internet mal anzuschauen!
 Innen tragen die ziemlich schlanken und sehr hohen Säulen eine schmale gotische Decke. Das gab mir ein Raumgefühl, worin ich mich klein, aber nicht gedemütigt wusste.  Alles atmet Gottesruhe, Ehrfurcht, ach, ich weiß nicht, wie auszudrücken, aus. –


Es sind keine Heiligenfiguren an den Säulen angebracht, es sieht so aus, als seien auch nie welche dran gewesen. Es gibt wohl mehrere Epitaphen von herrlicher Kunstfertigkeit und Expression. Mich persönlich hat die Predigtkanzel, die Zehn Jungfrauen und das Grab von Kaiser Otto, seiner Frau und auch die sonderlich im Raum dastehende Kapelle mit diesem Paar beeindruckt. Das alles zu beschreiben, übersteigt meine Möglichkeit, Dir einen wirklichen Eindruck davon zu vermitteln. Auch davon gibt es übrigens ein Video im Internet. – Interessanterweise hat die Kirche kein Geläut, Folge der  Schäden vom letzten Krieg, aber man hat inzwischen wohl das Geld zusammen, um ein neues zu installieren. Auch eine neue Orgel, m.E. äußerlich sehr gelungen, wurde wiederaufgestellt. Der Kreuzgang ist schön, aber für mich nicht unbedingt außergewöhnlich.


In unmittelbarer Nähe vom Domplatz steht das große Gebäude von Hundertwasser. Ja, es ist irgendwie kitschig, aber doch schön und sehr viel menschlicher als die oft so herzkalten Neubauten unserer Zeit. Wir wurden zu Kindern, die Lust hatten, das Gebäude verspielt zu entdecken!
Fußläufig gab es noch vier andere Kirchen aus der Blütezeit Magdeburgs, die unvermittelt zwischen modernen Bauten der Altstadt (es gibt keine Altstadt im eigentlichen Sinne mehr) aufragen. Die Katharinakapelle und die rk. Universitätskirche strahlen große Ruhe aus. Letztere ist innen modern nach Kriegsschäden eingerichtet, aber schön!   

             
Magdeburg wirkte lebendig auf mich. Es war Pfingstmontag und alle Welt tummelte sich am Elbufer und auf der Elbinsel. Es ist zwar touristisch erschlossen, aber überhaupt nicht dadurch verdorben. Das Ganze machte einen leichten, fröhlichen und lebensbejahenden Eindruck. Welch ein Kontrast zu den vielen  im Alten erstarrten, wenn auch schönen Städtchen, umweht vom Trauerflor des Niedergangs!
Wir besahen auch noch ein anderes altes Denkmal in der Nähe von Magdeburg, nämlich bei  Pömmelte bei Barby. Wir hatten im SPIEGEL gelesen, dass dort ein ähnliches Heiligtum wie in Stone Henge gefunden worden sei. Nun, es gab keine Findlinge, wohl aber einen tiefen, runden Graben, worin sich viele Gräber befinden. Man stellte fest, dass es um einen inneren Kreis von hölzernen Pfählen es noch drei oder vier weitere Kreise gab. Ganz ehrlich, von außen berührte mich das Ganze überhaupt nicht, ich war erst mal enttäuscht, aber es fand eine wundersame Veränderung in mir statt, als ich durch das nachgestellte Tor in den inneren Kreis gelangte: Es war eine ähnliche Ehrfurcht in mir wie im Magdeburger Dom! Interessant, nicht wahr? Und überhaupt, ich erinnerte mich an die kreisrunden Stätten/Städten (man weiß noch nicht, was diese waren) in Estland. Auch dort übte dieses Kreisrunde Faszination auf mich aus.


Wir haben natürlich nicht nur romanische Bauten u.Ä. aufgesucht, sondern auch mit Begeisterung in dieser fast ebenen Landschaft geradelt. Wir genossen die ungemähten, blumenbunten Wegeränder in ihrem Blau, Rot und Weiß und die herrlichen Wolkenhimmel, die sehr an Holland erinnerten, denn es war ja recht windig. Bei einer Radeltour auf dem Sommerdeich der Elbe sahen wir durchs Fernrohr Kraniche!!! Mei, habe ich mich darüber gefreut!


Ansonsten ist die Landschaft recht still, es sind kaum Singvögel zu hören, nicht mal an unserem von Bäumen umgebenen Gutshof! Allerdings gab es da Spatzen und Schwalben, die dort offensichtlich wohnten. Wohl Raubvögel, vor allem der Rotmilan, waren zu beobachten. Es scheint also jedenfalls viele Mäuse zu geben. – Manchmal fuhren wir mit Rad oder Auto durch die vielen alten und neuen Alleen, was nicht nur herrlich für die Augen ist, sondern auch angenehm kühlend im heißen Auto bei warmen Temperaturen.


So, jetzt höre ich mit dem Bericht auf. Für eine Woche haben wir, so finden wir, viele und kostbare, interessante Eindrücke gesammelt. Wir überlegen uns tatsächlich, noch einmal hinzugehen, vor allem Franz. Alles hat gepasst, die freundlichen Leute, die sich arg freuten, dass jemand aus Bayern bei ihnen Urlaub macht, die Landschaft, die frische Luft, die Ruhe, die verträumten, geschichtsträchtigen Städtchen und auch das leckere Essen.


Ich hoffe, dass Du beim Lesen ein wenig dabei sein konntest, sozusagen auch ein wenig in der Altmark warst. Dann wäre der Zweck dieser Notizen voll und ganz erfüllt!


Stans

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