
Rund 500 landwirtschaftliche Betriebe unterschiedlichster Rechtsform bewirtschaften die Flächen der Hanseregion Altmark – von Nebenerwerbslandwirten bis zu großen juristischen Personen, davon rund 270 als eigenständige Arbeitgeber. Allein im Altmarkkreis Salzwedel werden rund 126.000 Hektar landwirtschaftlich genutzt, das entspricht 55 Prozent der Kreisfläche, ein Viertel davon als Grünland.
Die Landwirtschaft ist damit weit mehr als Ackerbau: Milchviehbetriebe, Lohnunternehmen und Eigenbedarfsbewirtschaftung prägen gemeinsam eine vielfältige Agrarregion mit modernster Technologie. Ein Beispiel für organisierte Zusammenarbeit ist die Milcherzeugergenossenschaft Klötze e.G., deren Geschäftsführer Raimund Punke zugleich den Kreisbauernverband Salzwedel leitet – einen 1997 gegründeten Verein, dessen Mitgliedsbetriebe mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landkreises bewirtschaften.
Zunehmend gewinnt auch die energetische Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe an Bedeutung: Seit 2009 zählt die Altmark zu den bundesweit 25 offiziellen Bioenergie-Regionen, in den vergangenen Jahren sind zahlreiche Biogasanlagen entstanden, die Reststoffe aus der Landwirtschaft in Energie umwandeln – ein Beispiel dafür, wie sich Tradition und neue Wertschöpfung in der Region verbinden.